Dirk in Orlando

Friday, May 12, 2006

Heimspiel in Berlin

...wo anfangen, wo beginnen...oh oh na das kann ja lustig werden, wenn ich mir diese Fragen schon stelle obwohl ich noch weit weg, von dem eig. Ziel meiner Reise bin...

Da ich nun im Flieger sitze und die Zeit haben werde, die vergangenen Wochen ein bisschen zu verarbeiten und mich auf die nächsten, hoffentlich sehr aufregenden, vorzubereiten, fällt mir auf, dass die Zeit nur so verflogen ist in den letzten Tagen in Deutschland. Sicher, dass ist eine wohl recht oft genutzte Phrase aber irgendwie passt sie in solchen Momenten doch immer wieder.

Nachdem ich mich von meinen lieben Kollegen in Braunschweig abschließend in sehr schöner Art und Weise verabschiedet konnte, stand nun ab dem 03.04. das POS (Performance Orientated Seminar) in Berlin an. Ein Heimspiel quasi und ehrlich gesagt, war es sehr schön mal der zu sein, der morgens am längsten von allen Schlafen konnte und den kürzesten Weg zur "Arbeit" hatte. Denn überraschenderweise war ich der einzige der insgesamt 37 Teilnehmer, der seinen Wohnsitz in Bln. hatte. 37 Leute aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, die sich gemeinsam 4 Wochen lang vorbereiteten, um sich dann wieder zu verabschieden und nun die Reise in die verschiedensten Staedte der Welt antreten. Von Prag bis Dubai, von Budapest bis New York, von Madrid bis Kuala Lumpur etc., so ziemlich alles war dabei. Aber der Reihe nach...

...am Montag dem 03.04. war also Treffpunkt um 9.00 Uhr in der Kaufmännischen Schule in Siemensstadt (Bln. Spandau). Also genau da, wo für einige von uns 37, vor ein paar Jahren auch die Ausbildung startete. Man kann daher sagen, here we go again. Da uns der Stundenplan für den Monat bereits vorab geschickt wurde, wussten wir, dass ein straff organisiertes Programm anliegen würde. Mit den Ostertagen dazwischen aber sonst gut gefüllten Wochen, auch am Wochenende, denn dort war auch mind. 1 Tag immer "Unterricht". Ich habe eben das Wort Unterricht bewußt in Anführungsstriche gesetzt, weil diese 4 Wochen kein Unterricht in dem bekannten Sinne waren, sondern eher eine bunte Mischung aus:

· theoretischen Parts (z.B. intern. Rechnungslegung, Innovationsmanagement)
· Planspielen/Simulationen (z.B. Controlling im Projektgeschäft, General Management)
· Soft Skills- Training (z.B. Präsentationstechniken, Analyse der pers. Arbeitspräferenzen)
· Sprach-/Intercultural Training (jeweils in kleineren Gruppen und Länderbezogen)
· Wirtschaftsforen (durch uns selbst zu erarbeiten, 2 Gruppen, und an jeweils einem
Vormittag an der KS zu präsentieren)

Es war also denke ich, für jeden was dabei. Was zum mitarbeiten, was zum ausruhen, was zum ausprobieren, was zum mitmachen oder was zum spielen.....dass lag bei jedem selbst. Mir persönlich haben das Sprach-/Intercultural Training und das Wirtschaftsforum das meiste gebracht bzw. Spaß gemacht, da man dort zum einem die meisten Dinge für die nächsten 11 Monate im Ausland erlernen bzw., auffrischen konnte und zum anderen in einer großen Gruppe aktiv sein konnte, um mal einen Vortrag der anderen Art zu gestalten und halten zu können. Die Geschmäcker war sicher verschieden was das Feedback für das POS anging am letzten Tag, aber die beiden o.g. Punkte gefielen wohl auch den meisten andern sehr gut....ja ja die andern.

Neben dem Unterrichtsplan für die Zeit in Bln., konnte man vorab auch "nur" erlesen, wie die andern Teilnehmer denn heißen, ihre Abteilungsbezeichnung erkennen und wo sie bis zu diesem Zeitpunkt gearbeitet hatten. Aber wie würden die ganzen Leute denn sein, wo kommen sie denn alle her (privat/beruflich) und wo wird sie ihr weiterer Weg hinführen? Es ging also erstmal auch gleich ans "Beschnuppern" am 1.Tag. Das aus diesem Beschnuppern sicher einige Freundschaften wurden, die hoffentlich für länger halten, war den meisten wohl da noch nicht bewusst.

Wie oben schon erwähnt, war ich also der einzige mit Wohnsitz in Berlin. Die anderen wohnten während des POS in Wohnheimen in Staaken/Spandau, was bedauerlicherweise für sie, nicht ganz das Zentrum unserer Hauptstadt ist. Von daher hieß es für sie nach "Touren" durch und in der Stadt, immer nen recht langen Weg heim zu haben. Das das vor allem nachts/früh morgens nicht immer ganz so einfach war, hinsichtlich öffentlichen Verkehrsmitteln (unter der Woche) oder/und auch wegen dem ein oder anderen letzten Prosecco der "schlecht" war, haben wir/sie glaube ich, das Taxigewerbe Berlins in diesen 4 Wochen gut belebt. Ich denke das es uns gelungen sein müsste, neben den üblichen Sight Seeing Tours durch Bln., vor allem das Nachtleben Berlins ein wenig erkunden zu können. Zum Beispiel dachte ich nie, dass ich einen Karaoke Abend mal als lustig bezeichnen würde, aber so kann man sich täuschen. So einige durchtanzte Nächte im u.a. Sage Club oder Matrix, Besuche in unterschiedlichsten Bars/Restaurants und die bereits erwähnten Karaokeabende, all das hör sich für euch hoffentlich nur halbso interessant an, wie es für uns dann wirklich war.

So ich werd jetzt erstmal das Mittagessen hier im Flieger auf die Qualität prüfen und mich danach mal um die Augenpflege, die komischerweise in den letzten Tagen zu kurz kam, kümmern.

Mal schauen wo ich dann beim nächsten Bericht anfangen werde und wo ich aufhöre...

Estimated Arrival in Orlando: 19.55 Ortszeit....yippi nur noch 11 Stunden *grins*

Bis demnächst und lass es euch allen gut gehen

Liebe Grüße

Dirk

P.S.: Für alle die es vorhaben mich, hoffentlich, zu besuchen, lasst bitte noch Platz in euren Taschen/Koffern. Denn ich habe meine Übergewichtgrenze fast vollständig genutzt. Das bedeutet also, da ich ja vorhabe mir zumindest die ein oder andere neue Badehose zuzulegen, dass ich jedem dann bissl was von meinem "altem Zeug" mitgebe ;-)

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