Dirk in Orlando

Friday, May 12, 2006

Erste Eindrücke

...so, in Orlando angekommen und die ersten Tage verlebt. Ist es denn wirklich anders in der "neuen" Welt?....

Hm...wenn ich es mir so überlege, dass ich nach den ersten Tagen bereits einen relativ geregelten Arbeitsrhythmus habe, bereits bissel Sport getrieben habe und mir wünsche, das das gute Wetter nie verschwindet, könnte man meinen, dass es ist hier nicht wirklich anders für mich zugehen wird wie in Deutschland. Dem ist aber nicht so. Nach den ersten Eindrücken die sich mir hier bisher geboten haben, ist es hier schon was anderes und ich bin wirklich froh, die Chance bekommen zu haben hier drüben sein zu dürfen.

Nachdem ich den Flug von New York nach Berlin mit zum großen Teil Video schauen, Lesen und Musik hören sehr gut überstanden hatte, ging es dann am JFK Flughafen angekommen daran, den Anschlussflieger nach Orlando zu bekommen. Die Hürde Sicherheitskontrollen und Zoll, wo die Launen der Personals, wie erwartet, wieder überaus herzlich und zuvorkommend war (ich glaube den ist es verboten zu lachen), konnte gemeistert werden und so saß ich dann im Flieger Richtung Disneyworld. Auf der Rollbahn fühlte man sich in dem Flugzeug wie in einem Autobahnstau. Vor einem ca.8 Flugzeuge die auf ihren Start warteten und hinter einem ebenso. Und das jeweils in einem Abstand von gefühlten 10m. Echt, Hut ab vor den Leuten der Fluglogistik an diesen Großflughäfen.

Auf dem 2. Flug dann machte sich dann doch schnell die Müdigkeit breit und da konnte auch die Vorfreude auf die baldige Landung (nur 3 Stunden von N.Y. nach Orlando) kaum was gegen tun. Zum Glück für mich, bekam ich im Flieger die Möglichkeit geboten, schon mal zu sehen wie doll die Amerikaner an ihren digitalen Medien hängen. Denn in der Rückseite der Kopfstütze des Vordermannes nämlich, befand sich jeweils in kleiner Monitor. Kaum Angeschalten, konnte man zwischen TV (ca. 40 Programme), Radio, Video (Pay TV) und Videospielen wählen. Für die Fluggäste neben und hinter mir schien das irgendwie nicht so wirklich interessant zu sein, denn die widmeten zumeist der Augenpflege. Ich für meinen Teil aber hatte zu tun. Natürlich blieb ich zumeist auf einem der 5 Sportkanäle hängen und wo man gleich sehen konnte, dass man nicht mehr in einem Fußballland ist, sondern bekanntlich Foot-, Base-, Basketball und Eishockey das Geschehen bestimmen. Die Zeit verging daher rasch und Orlando kam näher. Pünktlich um 20 Uhr Ortszeit war die Reise dann vorbei und die "Heimat" für die nächsten 11 Monate erreicht.

Am Flughafen begrüßte mich dann Sabrina, ebenso eine Informantin, die mir im Vorfeld schon half, Dinge wie Wohnung, Mietwagen und ähnliches zu arrangieren. Wir hatten anfangs Probleme meine 2 großen Koffer (yep, ich hab wie erwartet viel zu viel mitgenommen) in ihren Ford Mustang zu bekommen aber letztendlich war nach 15 Minuten Fahrt der Ventura Golf- und Countryclub erreicht.

Für alle die jetzt denken das dort doch nur ältere Leute weiter wohnen, ja ich denke ihr könntet recht haben. Denn soweit ich das bisher erlebt habe, ist da kaum jüngeres Publikum weiter und ab 10 Uhr abends kaum noch jemand zu hören. Die These wird dadurch unterstützt, dass wenn ich mich morgens um 8.00 Uhr auf den 20 minütigen Weg zur Arbeit mache, die Golfplätze des Clubs schon reichlich bevölkert sind, von Sonnenhut tragenden, quicklebendigen und älteren Amis.Bei den Wohnmoeglichkeiten in diesem Club kann ich das aber voll verstehen, dass die sich hier wohlfuehlen. Meine Apartment z.B. hat 2 große Schlafzimmer, 2 Bäder, Balkon und alles was man sonst noch so braucht: Waschmaschine, Spülmaschine, Kabelfernsehen, Internet, Pool vor der Tür etc....

Am Morgen des 2. Tages habe ich dann auch gleich meinen Mietwagen abgeholt, den man hier aufgrund der Weitläufigkeit der Stadt echt auch braucht, und dann ging es ab zur Arbeit. Größer als ich erwartet hatte, kam man dann zu einem Siemens Standort, der aus 3 großen neuartigen Bürogebäuden besteht. Umgeben von kleinen Teichen und Palmen. Wäre doch mal ne Idee für Deutschland oder? Die Leute hier sind wirklich sehr nett und freundlich. Vor allem mein Chef lacht gern und scheint immer ein offenes Ohr für seine Leute zu haben, was ja sehr wichtig ist. Was aber auffällt, es ist sehr ruhig. Jeder hat sein eigenes Mini-Büro, getrennt durch Trennwände wo man nur sich und seinen PC hat. Ich werde also, denke ich, die spaßige Stimmung in Braunschweig wohl sehr vermissen beim Arbeiten.

Na ja mal schauen was die Aufgaben hier so bringen in den nächsten Wochen und Monaten. Klar, in den ersten Tagen bestand der Großteil des Tages zumeist aus administrativen und organisatorischen Dingen aber das kennt man ja wenn man irgendwo neu hinkommt. Gearbeitet wird hier normalerweise von 8.30 bis 17.00 Uhr, mit ca. 1 Stunde Zeit für das Mittagessen. Diese Zeit verbringt man hier wohl meistens außerhalb, da die Kantine nicht wirklich viel bietet und es außerdem genauso teuer ist (ab 5 Euro ca. pro Essen) wie draußen. Alles in allem denke ich aber schon, dass ich mich Wohlfühlen werde und in dem Team hier so einiges lernen kann und werde.

Ich freue mich jetzt schon auf das erste Wochenende hier und ausgiebig die Möglichkeit zu haben, in die unendlich erscheinende Welt der Unterhaltungsmöglichkeiten hier in Orlando bzw. Florida eintauchen zu können (Disney World, Sea World, Universal Filmstudios, Kennedy Space Center, Everglades, Key West etc.).

So das waren jetzt erstmal meine ersten Eindrücke von dem Ganzen Neuen hier. Alles weitere folgt.

Bis demnächst und lass es euch allen gut gehen

Liebe Grüße

Dirk

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