Dirk in Orlando

Monday, August 14, 2006

Um 6 Uhr morgens…

...an einem Samstag aufzustehen steht normalerweise, es sei denn es ist fuer Basketball, eigentlich fast gleichbedeutend mit schlechter Laune. Nicht so vergangenes Wochenende, denn es ging zum Scalloping. Ein Event das einmal jaehrlich von einem schwedischen Siemens Mitarbeiter hier organisiert wird und wo Kollegen, Freunde und Familien herzlich willkommen waren. Gemeinsam mit ca. 20 anderen ging es auf nach Homosassa, einem Ort an der Westkueste Floridas, wo die Kapitaene unserer Boote schon auf uns warteten. Endstation der Reise war dann der Golf von Mexiko, wo es also daran gehen sollte unser Abendbrot, die Scallops, selbst zu fangen. Scallops, zu dt. Kammmuscheln, sind hier zu Lande ein beliebtes Gericht bei Leuten, die Geschmack an Seafood gefunden haben. Bewaffnet mit Schnorchelset, Flossen und Netz also schnell ab in die Fluten und los ging das muntere Sammeln. Was sich anfangs aber alles andere als einfach herausstellte. Zugegeben, ich hatte mir vorgestellt, dass die Muscheln zu hunderten auf dem Boden liegen und ich sie einfach blos aufsammeln muss. Weit gefehlt, denn versteckt in 1 bis 3 Metern Tiefe, zwischen Seegraesern, war es gar nicht so einfach sie zu finden. Zumal sie auch nicht zu hunderten, sondern meist allein und auch farblich gut an die Umwelt angepasst daher kamen. Des Weiteren leben die Kammmuscheln ja auch noch und versuchen dementsprechend dem „Angreifer“ zu entkommen. Was bedeutete, dass sie entweder versuchten weg zu schwimmen oder durch auf-/und zuschnappen den ein oder anderen Finger zu erwischen. In jedem Fall eine lustige Geschichte, denn selbst eingesammelt und im Netz gelagert, gaben sie nicht wirklich Ruhe und wenn das Netz dann mal zu nah am Koerper mit schwamm, war ein kleines Zwicken fast garantiert. Nach und nach kamen dann aber alle besser mit den Bedingungen klar und so standen fuer unsere Gruppe am Endes des Tages, neben gefuehlten 60 Liter geschlucktem Salzwasser, vom Wasser aufgeweichter Haut und der ein oder anderen „Jagdverletzung“, ca. 40 Pfund Muscheln als Ergebnis zu Buche. Diese Muscheln wurden dann vom Veranstalterpersonal sauber gemacht und vorbereitet, so das wir sie dann am Abend, wieder daheim und ausgeruht in gemeinsamer Runde geniessen konnten. In div. Varianten sehr lecker zubereitet, waren die Scallops echt ein Genuss und der Beginn eines schoenen Abends, wo in lustiger Gesellschaft dann noch mal der Tag ausgewertet und die ein oder andere Begegnung der anderen Art belaechet wurde. Zusammengefasst kann ich also nur sagen, dass dieser Tag rund um die Scallops in jedem Fall ein sehr schoenes Erlebnis war und die schlechte Laune ueberhaupt keine Chance hatte. Vielen Dank an Bjorn & Diane (Organisator/Host).

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