„In Windeln zur Rivalin“ oder...
...„Astronauten-Eifersuchtsdrama". So lauten einige Überschriften der Zeitungen über die Story des Monats hier in Florida. Aber lest bitte selbst…
Erstmals in der Geschichte der US-Raumfahrtbehörde NASA muss sich eine Astronautin vor Gericht wegen versuchter Entführung, Körperverletzung und Beseitigung von Beweismitteln verantworten. Im Zusammenhang mit einem Liebesdrama, in das auch ein weiterer Astronaut und eine US-Offizierin verwickelt sind, erschien die 43-jährige Lisa Nowak am Dienstag vor einem Haftrichter in Orlando (Florida). Nowak hat nach Angaben der Polizei versucht, in einem Parkhaus des Flughafens von Orlando mit Gewalt und bizarren Mitteln Kontakt zu ihrer Rivalin herzustellen - beide Frauen waren gleichzeitig mit dem Astronauten William Oefelein liiert. Bei der Angeklagten wurden unter anderem eine Perücke, ein Messer, eine Luftdruckpistole, Pfefferspray, ein Mantel, Wegbeschreibungen und E-Mails sichergestellt. Die verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern wurde gegen eine Kaution von 15.500 Dollar auf freien Fuß gesetzt. Sie muss aber eine elektronische Fußfessel tragen und darf nicht ohne Genehmigung nach Orlando oder den US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral zurü
ckkehren. Nowak wurde außerdem jeder Kontakt mit dem Opfer untersagt. Sie dürfe beispielsweise auch keine Blumen mit einem Entschuldigungsschreiben senden, ermahnte der Richter. Auf die Frage, ob sie verstanden habe, sagte Nowak leise: "Ja". Die NASA-Mitarbeiterin stand während der Anhörung in blauer Gefängnisuniform und mit gesenktem Kopf im Gerichtssaal. Ihr droht jetzt auch ein disziplinarisches Nachspiel bei der Raumfahrtbehörde. Nowak flog im Juli vergangenen Jahres gemeinsam mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord der "Discovery" ins All und hielt sich dort mehr als zwölf Tage auf. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in eine unglückliche Dreiecksbeziehung mit dem zwei Jahre jüngeren NASA-Astronauten William Oefelein und Colleen Shipman, Hauptmann bei der US-Armee, verwickelt. Nowak wollte nach eigenen Angaben am Montag auf dem Flughafen von Orlando ihre Rivalin, die sie nie zuvor gesehen oder getroffen hatte, zur Rede stellen. Sie fuhr deshalb rund 1.500 Kilometer von Houston (Texas) nach Orlando (Florida) und benutzte Windeln, um keine Pausen machen zu müssen. Die Anklage wirft Nowak jetzt versuchte Entführung, Körperverletzung, versuchten Autodiebstahl und Beseitigung von Beweismitteln vor. Nach Darstellung des Opfers soll Nowak beispielsweise mit Pfefferspray versucht haben, gewaltsam in das Auto einzudringen. Shipman gelang es jedoch, mit ihrem Fahrzeug aus dem Parkhaus des Flughafens zu flüchten und Hilfe zu holen. von Hans Dahne, dpa
Erstmals in der Geschichte der US-Raumfahrtbehörde NASA muss sich eine Astronautin vor Gericht wegen versuchter Entführung, Körperverletzung und Beseitigung von Beweismitteln verantworten. Im Zusammenhang mit einem Liebesdrama, in das auch ein weiterer Astronaut und eine US-Offizierin verwickelt sind, erschien die 43-jährige Lisa Nowak am Dienstag vor einem Haftrichter in Orlando (Florida). Nowak hat nach Angaben der Polizei versucht, in einem Parkhaus des Flughafens von Orlando mit Gewalt und bizarren Mitteln Kontakt zu ihrer Rivalin herzustellen - beide Frauen waren gleichzeitig mit dem Astronauten William Oefelein liiert. Bei der Angeklagten wurden unter anderem eine Perücke, ein Messer, eine Luftdruckpistole, Pfefferspray, ein Mantel, Wegbeschreibungen und E-Mails sichergestellt. Die verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern wurde gegen eine Kaution von 15.500 Dollar auf freien Fuß gesetzt. Sie muss aber eine elektronische Fußfessel tragen und darf nicht ohne Genehmigung nach Orlando oder den US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral zurü
ckkehren. Nowak wurde außerdem jeder Kontakt mit dem Opfer untersagt. Sie dürfe beispielsweise auch keine Blumen mit einem Entschuldigungsschreiben senden, ermahnte der Richter. Auf die Frage, ob sie verstanden habe, sagte Nowak leise: "Ja". Die NASA-Mitarbeiterin stand während der Anhörung in blauer Gefängnisuniform und mit gesenktem Kopf im Gerichtssaal. Ihr droht jetzt auch ein disziplinarisches Nachspiel bei der Raumfahrtbehörde. Nowak flog im Juli vergangenen Jahres gemeinsam mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord der "Discovery" ins All und hielt sich dort mehr als zwölf Tage auf. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in eine unglückliche Dreiecksbeziehung mit dem zwei Jahre jüngeren NASA-Astronauten William Oefelein und Colleen Shipman, Hauptmann bei der US-Armee, verwickelt. Nowak wollte nach eigenen Angaben am Montag auf dem Flughafen von Orlando ihre Rivalin, die sie nie zuvor gesehen oder getroffen hatte, zur Rede stellen. Sie fuhr deshalb rund 1.500 Kilometer von Houston (Texas) nach Orlando (Florida) und benutzte Windeln, um keine Pausen machen zu müssen. Die Anklage wirft Nowak jetzt versuchte Entführung, Körperverletzung, versuchten Autodiebstahl und Beseitigung von Beweismitteln vor. Nach Darstellung des Opfers soll Nowak beispielsweise mit Pfefferspray versucht haben, gewaltsam in das Auto einzudringen. Shipman gelang es jedoch, mit ihrem Fahrzeug aus dem Parkhaus des Flughafens zu flüchten und Hilfe zu holen. von Hans Dahne, dpa 

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