Dirk in Orlando

Wednesday, March 21, 2007

Vor knapp einer Woche...

...musste ich nun "Auf Wiedersehen" sagen. Mich verabschieden von meinen Arbeitskollegen, von meinem Appartement, von Orlando und vor allem, was das schwerste war, von all den Leuten, die ich während der knapp 11 Monate dort kennen- und auch schätzen gelernt habe. Zum Schluss der Zeit, wäre ich auf der einen Seite, gerne noch für ein paar Wochen länger dort geblieben. Denn sowohl auf der Arbeit lief es immer besser als auch privat lernte man immer mehr neue, interessante Leute kennen. Auf der anderen Seite aber, freute ich mich schon wieder sehr auf Deutschland und all die Menschen, die ich während der Zeit vermisst hatte. Die Überraschung eine Woche früher zurück zu kommen, ist auch mehr als gelungen und so freuten sich neben natürlich Michi und meinen Freunden, vor allem meine Eltern und Verwandten, mich „völlig unerwartet" auf der Geburtstagsfeier meiner Mutter wieder zu sehen. Am Wochenende wurde dann bereits auch wieder fleissig Basketball gespielt, ein neues zu Hause in Berlin ist endlich gefunden und seit Montag habe ich nun auch schon wieder, in meinem neuen Job bei Siemens in Berlin angefangen zu arbeiten. Man sieht also, die aufregenden Dinge gehen hier nahtlos weiter. Nicht desto trotz, werde ich wohl erstmal ein wenig brauchen, mich in Deutschland wieder einzugewöhnen.

In jedem Fall sieht es wohl so aus, dass dies jetzt hier die letzten Zeilen auf diesem Blog sein werden, denn die aufregenden 11 Monate in Orlando sind vorbei. Irgendwie schwer zu begreifen für mich im Moment, denn man hatte doch eigentlich so lange auf diese Zeit gewartet und nun soll das schon vorüber sein?! Ich bin letztendlich aber so überglücklich, die Chance zu diesem, super schönen Aufenthalt gehabt zu haben und freue mich daher sagen zu können, dass mir neben vielen Fotos oder Souvenirs, vor allem die Gedanken an so viele schöne Momente bleiben und ich auch so viele Menschen kennen lernen durfte, deren weiteren Lebensweg, ich mit Sicherheit immer mal wieder kreuzen werde. Vielen, vielen Dank an jeden einzelnen von euch, der mich während meiner Zeit im Ausland unterstützt hat, ob nun von Deutschland aus oder direkt vor Ort. Schön, wieder zu Hause zu sein…

Who's to say
What's impossible
Well they forgot
This world keeps spinning
And with each new day
I can feel a change in everything
And as the surface breaks reflections fade
But in some ways they remain the same
And as my mind begins to spread its wings
There's no stopping curiosity

Jack Johnson

Thursday, March 15, 2007

Als Abschluss meiner Ausflüge…

...in die amerikanische Sportwelt, bot sich mir am letzten Montag die Chance, zum Arena Football zu gehen. Arena Football, also der geliebte American Football eben "nur als Kleinversion" in der Halle, wird in Orlando durch die Orlando Predators vertreten, die wohl auch gar nicht so schlecht sein sollen, habe ich mir jedenfalls sagen lassen. In jedem Fall hatte ein Freund vom Basketball noch eine Karte über und so habe ich natürlich gerne zu gesagt. Gespielt wird in der selben Halle, wo sonst auch die Orlando Magic spielen und von daher, wurde die Halle eben mal kurzzeitig in eines kleines Footballfeld verwandelt. Die Regeln sind wohl in Grossen und Ganzen die selben, aber eben das Spielfeld bedeutent kleiner. Weniger Spielfläche heisst daher gleichzeitig weniger Spieler, nur 8 Spieler pro Team, bedeutet aber wiederum auch, dass die ganze Geschichte sehr überschaubar und schnelllebig ist. Zusammen mit knapp 13,000 Fans verfolgten wir ein munteres Spielchen, was aber ein bisschen zu wenig an Punkten hergab. Endstand 37:44, nach Verlängerung, für die Gäste aus L.A.. Ja, richtig gelesen, ein bisschen zu wenig Punkte, denn normalerweise gehen die Spieler wohl immer 70:60 oder so aus. Amüsant war es trotzdem allemal, denn vor allem die Stimmung und das Rahmenprogramm waren weitaus besser, als z.B. bei dem NFL- Spiel in Tampa Bay im November. Die Tickets sind nicht so teuer und von daher tummelte sich dort ein bunt gemischtes Volk, die mit steigendem Alkoholpegel, natürlich auch immer "lustiger" wurden. Man sieht also mal wieder, das Alkohol und Sport sich doch vertragen können, na ja in jedem Fall bei den Zuschauern. Das Maskottchen des Teams, gleichzeitig auch eines lokalen Radiosenders, hieß im übrigen "DRUNKEY, the bear". Was diese These mit dem erhöhten Alkoholwerten bei den Zuschauern des Arena Footballs, noch etwas bekräftigt, glaube ich. Es ist wohl also nicht von ungefähr wenn man sagt, dass es beim Arena Football mehr um den eigentlichen Unterhaltungswert der Gesamtveranstaltung geht, als nur um das rein sportliche. Wie auch immer, mir hat es Spass gemacht und das obwohl die Jungs mit denen ich da war, mit 3 Drinks pro Viertel (15 Minuten), ein gutes Tempo vorgelegt hatten :-)

Wednesday, March 14, 2007

Da sich meine Tage hier ja...

...nun langsam dem Ende neigen, au Mann, das liest echt genauso komisch wie es sich anfühlt, habe ich vergangenen Sonntag nochmals die Gelegenheit nutzen können, viele meine Freunde und Bekannten hier zum Dinner zu treffen. Ich hatte mir ein Fondue- Restaurant („The Melting Pot") ausgesucht, weil ich zum einen, dank einer weihnachtlichen Familientradition, Fondueliebhaber bin und zum anderen, endlich mal wieder gemütlich in ein lokales Restaurant gehen wollte, ohne den Eindruck zu haben, in einem Fast- Food Restaurant zu sitzen. In jedem Fall war Treffpunkt um 19.30Uhr. Na ja und wenn ich jetzt schreibe, dass hier in der Nacht von Samstag zu Sonntag, eine Zeitumstellung war, kann man sich sicher bereits denken, dass ich das natürlich voll „verplant" habe und es mir gelungen ist, zu meinem eigenen „Good Bye"- Dinner, zu spät zu kommen. Unter Gelaechter und Beifall habe ich den Raum mit 45- minütiger Verspätung betreten, jeder andere war natürlich fast pünktlich, (wieso mir auch einen Sympathisanten oder soll ich eher sagen, anderen Deppen, gönnen) und hatte dann damit natürlich die Seitenhiebe und Kommentare auf meiner Seite. Zum Glück, verlief der Rest des Abends dann um so schöner bzw. reibungsloser und somit vergingen die idyllischen Stunden in denen gegessen, erzählt und viel gelacht wurde. In angenehmer Runde gab es für fast alle das komplette Programm des Restaurants, was mit einem Käsefondue begann, dann zum Salat überging, sich zum Hauptfondue (Fleisch, Fisch, Gemüse) steigerte und durch ein Schokoladenfondue abgerundet wurde. Super lecker und dabei absolut gemütlich. Als ich dann wieder ins Auto stieg, wurde mir zum positiven Erstaunen beim Blick auf die Uhr bewusst, dass die ganze Geschichte 4 Stunden gedauert hat und man selbst, die Zeit völlig vergessen hatte. Der „Auftrag der Veranstaltung" war damit also zu 100% erfüllt. Ein Treffen mit Freunden + gemütliche Atmosphäre + gutem Essen = gelungener Abend.

Wednesday, March 07, 2007

Wie zu einer kleinen Tradition...

...ist es für mich hier mittlerweile geworden, meinen Besuch an einem der letzten Abende vor Ort, in die Cheesecake Factory, zum Dinner zu "entführen". Wie schon früher in einem Bericht mal kurz erwähnt, bietet dieses Restaurant ein überaus vielfältiges Angebot an leckeren Speisen und Getränken, so dass der Abend stets, von der Vorspeise bis zum Nachtisch, einen kulinarischen Erfolg auf ganzer Linie verspricht. Da Jaro’s Urlaub heute zu Ende ging, waren wir gestern Abend nochmals festlich schmausen, so das ihm im Flieger heim, auch ja nicht hungrig wird. Begleitet, durch noch ein paar Freunde hier aus Orlando, genossen wir die Speisen von Salat- Wraps, über Shrimps, hinzu Steaks, Pasta, verfeinert mit Cheesecake als gebührenden Abschluss. Das Ergebnis der ganzen Geschichte war dann natürlich zwangsläufig, dass wir den Laden kugelnd verließen. Was für ein Restaurant eigentlich das beste Kompliment sein müsste oder?!

Mit Jaroslaw „verlässt" mich dann damit auch mein letzter Besucher hier in Orlando und ich möchte die Gelegenheit daher nutzen, mich nochmals nachträglich bei allen denen die hier waren, ob nun nur für einen Tag oder für mehrere Wochen, riesig zu bedanken. Ich halte es jetzt mal wie ein Musiker, der all die Namen, der wichtigsten Personen am Ende seines Albums aufzählt bzw. ins Cover schreibt, die für den Erfolg der Platte verantwortlich sind.

Vielen Dank…Michi, Mum, Dad, Jaro, Danny, Jenny, Tim, Maite, Holger, Steffi, Stefan, Barbara, Katharina, Fabian, Ina, Jessica, Katja…dass ihr mir geholfen habt, die Zeit hier drüben jeweils noch ein bisschen unvergesslicher zu machen…Ich weiss es sehr zu schätzen!

Sunday, March 04, 2007

"Lifestyle of the rich and...

...the famous". So oder so ähnlich kann man wohl das Leben in Miami, Southbeach bezeichnen. Am vergangenen Donnerstag sind Jaro und ich in Richtung Süden Floridas aufgebrochen, mit dem Ziel mal ein bisschen Miami und Umgebung zu erkunden. Unterkunft fanden wir dafür bei Stefan in Boca Raton (nochmals vielen Dank), von wo aus wir dann unsere Ausflüge gestartet haben. Am Donnerstag Abend sind wir gemeinsam mit Stefan, seiner Freundin und Flo, ein weiterer Informant meines Jahrganges aus Boca Raton, noch zum Dinner ausgegangen, bevor es dann am nächsten Morgen, erstmals zu Besuch ins "Herz von Südflorida" ging. Da das Wetter superschön war, haben wir zu Beginn einen bisschen die Zeit am Strand von Southbeach genossen, bevor wir uns dann auf eine "Duck Tour" begaben. Diese Tour war in einem Amphibienfahrzeug und verlief daher sowohl zu Land als auch zu Wasser. Stationen der Reisen war u.a. die "Hot Spots" von Miami, was Leben zu Tag & Nacht angeht und die beeindruckensten Villen der Stars & Sternchen auf den Inseln gelegen vor und um Miami. Dazu ein witziger Reiseleiter, der uns ein wenig die Geschichte der Stadt näher brachte und fertig war eine lustige Stadtführung der anderen Art. "Duck", also Ente heisst die Tour übrigens auch, weil die Teilnehmer, bei besonderen Halts, dann auch immer schön gemeinsam lauthals quaken dürfen. Ein wenig peinlich aber was macht man nicht so alles schönes, als Tourist. Anschliessend an die Tour, sind wir noch ein wenig durch die Innenstadt gebummelt, bevor es wieder zurück Richtung Boca ging. Abends stand dann nämlich ein Geburstagsbarbecue in entspannter Runde zu Ehren von Flo an. Am Samstag sind wir alle zusammen zur Entspannung an den Strand von Delray Beach gefahren und haben uns auf den anstehenden Tanzabend in Miami seelisch und moralisch vorbereitet. Gesagt getan, darauf hin noch ein paar selbst gemachte Burger von Chefkoch Stefan, schnell schick machen und los ging es, erneut auf nach Miami. Zum abendlichen Ausgehen ist Southbeach schon eine Welt für sich. Alles noch ein wenig schicker, exklusiver und teurer als im Rest von Florida und von daher immer wieder spannend, beeindruckend und mit einer Menge Spass verbunden. Zu sechst ging es in den Club Mansion, wo wir bis in die frühen Morgenstunden die Schuhsohlen zu feinster Musik erfolgreich getestet haben, bevor wir um 6 Uhr morgens am Sonntag völlig kaputt in die Betten gefallen sind. Ein wenig ausschlafen war daher erlaubt und dann ging es nach einem Brunch wieder zurück nach Orlando. Jaro und mir hat der Ausflug zwar ein wenig Schlaf gekostet aber das war es in jedem Fall mehr als wert. Deshalb Miami, geb Acht, wir kommen sicher bei Gelegenheit mal wieder!