Dirk in Orlando

Wednesday, February 28, 2007

Auf die Spuren von Mickey...

...und Co., wollte sich auch Jaroslaw machen, wenn er schon mal die Möglichkeit hier in Orlando dazu hat. So ging es also gestern in die MGM Studios, einen der zahlreichen Walt Disney World Parks. Für mich war es nach dem Epcot Center, der 2. Park und damit gleichzeitig wahrscheinlich auch erstmal der letzte Trip zu einem Vergnügungspark hier in der Umgebung. In den MGM Studios beschäftigt sich Disney grösstenteils mit dem schillernden Showbusiness und eröffnet einem die Chance, ein wenig in die Glanz- und Glamourwelt einzutauchen. Stuntshows, versehen mit zahlreichen Effekten, 3D Filme und Animation mit u.a. den Muppets, Indiana Jones und Disney Klassikern wie Arielle die Meerjungfrau, dazu kleine Musicals und Shows, sind nur einige der Sachen, die wir dort erleben durften. Natürlich konnten auch ein paar Fahrgeschäfte für die Adrenalinjunkies unter uns nicht fehlen und so gab es neben dem Rock & Roller Coaster (Indoor- Achterbahn mit Loopings im Dunkeln), den "Tower of Terror". Hörte sich etwas gefährlicher an als es dann war, aber trotzdem war der Fall von 13 Stockwerken in einem dunklen Aufzug, innerhalb einer Hotelatrappe nicht von schlechten Eltern. Wir haben aber alles gut überstanden und sind wieder heile zu Hause angekommen. Abends sind wir dann noch nach Tampa Bay gefahren. Ziel der Reise war das Seminole Hardrock Hotel & Casino. Da hier in Florida normalerweise Glücksspiel strengtens verboten ist, dieses Hotel aber auf Indianischem Grund und Boden steht, wollten wir uns die Sache mal ein wenig genauer anschauen und haben uns auch unter die Zockergemeinde gemischt. Leider hatten wir beide an diesem Abend diesmal zwar nicht wirklich viel Erfolg beim Spielen aber trotzdem eine spassige Zeit. Umsonst war der Abstecher aber auf keinen Fall, denn wie sagt man so schön, wir haben in jedem Fall eine Menge an Erfahrung gewonnen! :-)

Monday, February 26, 2007

Seinen Urlaub mit 2 vermissten...

...Koffer zu beginnen, ist wohl nicht unbedingt ein Start nach Maß oder?! Tja, leider blieb das Jaroslaw aber nicht erspart und so musste er erstmal ohne eigenes Hab & Gut, die 2 Wochen in Florida beginnen. Glückerlicherweise haben wir beide ungefähr die beiden Kleidungsgrössen und so konnte ich ihm erstmal ein wenig aushelfen. Der Rest wurde dann beim Schnelldurchlauf- Shopping besorgt und so konnte das Wochenende beginnen. Neben ein paar sonnigen Stunden am Pool und einem schönen Abend mit weiteren Freunden in Downtown Orlando, waren wir beim Basketballspiel der Magic gegen die Houston Rockets. In einer relativ spannenden Partie, verloren die Magic aber leider mal wieder. Am Sonntag Abend dann, sind wir in das "House of Blues" gefahren und haben dort ein wenig das Tanzbein schwingen können. Schon erstaunlich, dass man hier in der Stadt eigentlich jeden Abend weggehen und die Nacht zum Tage machen kann. Mittlerweile waren dann auch Jaros Koffer angekommen und so konnte er endlich auch kleidungstechnisch wieder "aus dem Vollen schöpfen". Am heutigen Montag haben wir uns ein wenig die Stadt Orlando und ihre interessantesten Ecken angeschaut, bevor wir uns dann abends mit Freunden vom Basketball, zum Karten spielen getroffen haben. Das Glück war auf unserer Seite und so konnte jeder von uns beiden, eine der zwei Runden Poker gewinnen. Der morgige Ausflug zu den Disney MGM- Studios ist daher also finanziell abgesichert und somit freuen wir uns auf einen weiteren, angenehmen Urlaubstag.

Thursday, February 22, 2007

"Last but not least"...

...heißt es ab heute Abend für Jaroslaw, einen guten Freund den ich seit der Ausbildung bei Siemens kenne, denn er hat die „Ehre" mein letzter Gast hier drüben sein zu dürfen. Oder doch mehr die „Last"? Na ja, in jedem Fall werde ich ihn gleich vom Flughafen abholen und dann wird er 2 Wochen lang in Orlando weilen. Ich freue mich sehr, dass es mit seinem Besuch, zum Abschluss meiner Zeit hier, geklappt hat und wir zusammen hier noch ein paar hoffentlich, angenehme Tage verbringen können. Da ich ja nun glücklicherweise schon relativ viel machen konnte innerhalb der USA, hatte ich im Vorfeld überlegt, was man denn noch so unternehmen könnte. Wir werden jetzt aber nicht wie erst angedacht, in Richtung Norden der Staaten fliegen sondern wohl ein paar Tage in Richtung Miami fahren (habe noch eine Woche Urlaub). Jemanden der dem deutschem Winter entflieht, in den selbigen hier in Amerika zu schicken, wäre dann wohl doch ein wenig zu viel des Guten. Aber erstmal schauen, was der junge Mann so alles unternehmen will und dann wird genauer geplant, ohne Stress und Hektik ab in die Sonne…yippi

Monday, February 19, 2007

Die Vorzüge des "Drive Through"...

...kennt man ja bei uns zu Lande, nun schon seit einigen Jahren von diversen Fast Food Ketten. Ist schon was tolles wenn man nicht mal mehr aussteigen brauch, um an sein fertiges Essen zu kommen oder?! Tja und dieses, nennen wir es mal "Mittelchen der Bequemlichkeit", wissen unsere amerikanischen Freunde, natürlich noch etwas geschickter einzusetzen. Du brauchst schnell Bargeld, hast aber keine Zeit den weiten Weg vom Auto zum Bankautomaten zurückzulegen, kein Problem = Drive Through Banking. Du bist krank, und dein geschwächtes "Ich" schafft den Weg vom Auto in die Apotheke nicht mehr, kein Thema = Drive Through Pharmacy. Du hast Durst, bist aber schon zu betrunken und halbwegs gerade vom Auto in die nächste Tanke zu wanken, kein Akt = Drive Through Liquor Store. Ja und so kann man eben diese ganze Geschichte mit den Drive Trough´s bei z.B. Starbucks (für den morgentlichen Kaffee), Dunkin Donuts (für den leckeren Donut zwischendurch), Briefkästen (für die Postkarte an die Oma) oder Wäschereien (für das frisch gebügelte Hemd) weiterführen. Es ist schon amüsant zu sehen, wie einfach das Leben doch eigentlich sein kann oder?! Ach ja und wer keine Zeit hat für eine Hochzeit mit viel Tralala, nutzt einfach das Drive Through Standesamt. Na dann, einen schönen, bequemen Abend euch noch...

Sunday, February 18, 2007

Einen Basketballleckerbissen...

...der ganz besonderen Art bietet die nordamerikanische Profiliga (NBA) einmal jährlich zur Halbzeit ihrer aktuellen Saison. Das NBA All Star Weekend, das dieses Jahr bereits zum 56 mal ausgetragen wird, ist dabei sowohl für Spieler als auch Fans rund um die Welt ein absolutes Highlight der Saison und eine willkommene Abwechslung zum Saisonalltag. Alles was Rang und Namen hat, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld trifft sich dabei jeweils an einem Wochenende im Februar und so erlebt man dann u.a Allen Iverson, Lebron James, Vince Carter und auch Dirk Nowitzki gemeinsam auf dem Spielfeld und Stars aus Musik, Film und Sport in den ersten Zuschauerreihen. Am gestrigen Samstag standen die Showevents auf dem Plan (Dunking- Contest, 3- Punkte Wettbewerb und Rookie Game) und heute abend gibt es dann das eigentliche All Star Game. Nach dem ich bereits ein NBA Finalspiel im Mai letzten Jahres erleben durfte, hatte ich auch kurzzeitig überlegt, mal nach Tickets für das All Star Game zu schauen. Diese Gedanken aber, sind dann schnell wieder verflogen. Denn zum einen ist das Event und alles drumgerum natürlich heisst begehrt, zum anderen findet aber all dieses Jahr auch in der Party-/Zockermetropole Las Vegas statt. Von daher befanden sich die Preise für zu erwerbende Tickets dann im 4- stelligen Dollarbereich, was leider ein klein wenig zuviel war für meinen Geschmack ;-). In jedem Fall, freue ich mich trotzdem schon auf das Spiel heute abend (oder zu deutscher Nachtzeit) und empfehle jedem, der nach ein bisschen sportlicher Unterhaltung sucht, den Fernseher einzuschalten und anschliessend einfach nur noch zu geniessen.

Wednesday, February 14, 2007

Die beiden, lustigen Kerle in...

...dem Bildchen nebenan heißen Lolek und Bolek. Sie sind Zeichentrickfiguren, stammend aus Polen und haben mich teilweise durch meine Kindheit begleitet. Die von euch, die im östlichen Teil unseres Landes aufgewachsen sind, kenne die beiden ja vielleicht auch noch?! Was das aber jetzt mit meinem Aufenthalt hier in Orlando, tausende Kilometer weg von Deutschland oder unserem Nachbarland, zu tun hat, ist schnell erklärt. Ich war am vergangenen Wochenende auf eine „Baby-Willkommens" Party bei Bekannten hier vor Ort, anlässlich der Geburt ihrer Tochter Angela eingeladen. Dusan und seine Frau sind serbischer Herkunft und leben seit einigen Jahren in den USA. Neben ein paar vereinzelten anwesenden Amis, war der Grossteil der Gäste aber europäischer Abstammung, mit dem Hauptanteil aus dem ehemaligen Jugoslawien. Natürlich landete man im Laufe des Abends bei den Gesprächen zwangsläufig dann auch irgendwann, bei den Dingen die in der jeweiligen Vergangenheit liegen, bei Sachen die man vermisst hinsichtlich der Heimat und wo einen der weitere Lebensweg vielleicht hinführen wird. Es war schon interessant zu erfahren, was die Leute u.a. über ihre Jugend/Kindheit und den damit verbundenen Krieg in Ex-Jugoslawien zu erzählen hatten. Es wurde aber auch viel gelacht, über Erinnerungen und Dinge, die einem so normal erschienen aber bei dem jeweils anderen, alles andere als normal waren. In jedem Fall nannte mich Dusan dann irgendwann plötzlich Lolek und ich konterte mit Bolek und so erkannte er erstaunter weise, dass ich wusste wovon er redete. Alles in allem, war es ein sehr gemütlicher Abend bei Freunden, die wie man selbst „Gast" in einem fremdem Land sind und sich trotzdem zu Hause fühlen.

Thursday, February 08, 2007

„In Windeln zur Rivalin“ oder...

...„Astronauten-Eifersuchtsdrama". So lauten einige Überschriften der Zeitungen über die Story des Monats hier in Florida. Aber lest bitte selbst…

Erstmals in der Geschichte der US-Raumfahrtbehörde NASA muss sich eine Astronautin vor Gericht wegen versuchter Entführung, Körperverletzung und Beseitigung von Beweismitteln verantworten. Im Zusammenhang mit einem Liebesdrama, in das auch ein weiterer Astronaut und eine US-Offizierin verwickelt sind, erschien die 43-jährige Lisa Nowak am Dienstag vor einem Haftrichter in Orlando (Florida). Nowak hat nach Angaben der Polizei versucht, in einem Parkhaus des Flughafens von Orlando mit Gewalt und bizarren Mitteln Kontakt zu ihrer Rivalin herzustellen - beide Frauen waren gleichzeitig mit dem Astronauten William Oefelein liiert. Bei der Angeklagten wurden unter anderem eine Perücke, ein Messer, eine Luftdruckpistole, Pfefferspray, ein Mantel, Wegbeschreibungen und E-Mails sichergestellt. Die verheiratete Frau und Mutter von drei Kindern wurde gegen eine Kaution von 15.500 Dollar auf freien Fuß gesetzt. Sie muss aber eine elektronische Fußfessel tragen und darf nicht ohne Genehmigung nach Orlando oder den US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral zurückkehren. Nowak wurde außerdem jeder Kontakt mit dem Opfer untersagt. Sie dürfe beispielsweise auch keine Blumen mit einem Entschuldigungsschreiben senden, ermahnte der Richter. Auf die Frage, ob sie verstanden habe, sagte Nowak leise: "Ja". Die NASA-Mitarbeiterin stand während der Anhörung in blauer Gefängnisuniform und mit gesenktem Kopf im Gerichtssaal. Ihr droht jetzt auch ein disziplinarisches Nachspiel bei der Raumfahrtbehörde. Nowak flog im Juli vergangenen Jahres gemeinsam mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord der "Discovery" ins All und hielt sich dort mehr als zwölf Tage auf. Nach ihrer Rückkehr wurde sie in eine unglückliche Dreiecksbeziehung mit dem zwei Jahre jüngeren NASA-Astronauten William Oefelein und Colleen Shipman, Hauptmann bei der US-Armee, verwickelt. Nowak wollte nach eigenen Angaben am Montag auf dem Flughafen von Orlando ihre Rivalin, die sie nie zuvor gesehen oder getroffen hatte, zur Rede stellen. Sie fuhr deshalb rund 1.500 Kilometer von Houston (Texas) nach Orlando (Florida) und benutzte Windeln, um keine Pausen machen zu müssen. Die Anklage wirft Nowak jetzt versuchte Entführung, Körperverletzung, versuchten Autodiebstahl und Beseitigung von Beweismitteln vor. Nach Darstellung des Opfers soll Nowak beispielsweise mit Pfefferspray versucht haben, gewaltsam in das Auto einzudringen. Shipman gelang es jedoch, mit ihrem Fahrzeug aus dem Parkhaus des Flughafens zu flüchten und Hilfe zu holen. von Hans Dahne, dpa

Wednesday, February 07, 2007

Das einzig normale beim Superbowl…

...am vergangenen Sonntag war aus Expertensicht, dass Halbzeit- Act „Prince" (der übrigens aussah wie eine Putzfrau) seiner Klassiker "Purple Rain" geschmettert hat. Ansonsten geht das Spiel wohl als eines der verrücktesten, in die Geschichte der NFL- Endspiele ein. Bei strömenden Regen und anhaltender Kälte, was man in Miami um diese Jahreszeit alles andere als erwartet, boten die Indianapolis Colts und die Chicago Bears eine äußerst zerfahrene aber dadurch auch überaus interessante Partie. Ein Kickoff- Return zum Touchdown gleich im ersten Spielzug der Partie, 8 Turnover (direkte Ballverluste) und zahlreiche, weitere unerwartete Aktionen der Beteiligten, ließen das Spiel nie langweilig werden, sowohl nicht für die Zuschauer im Stadion als auch nicht für die an den Bildschirmen. Am Ende spielten die Colts konstanter und gewannen verdient mit 29 -17. All dies, durfte ich in Mitten einer ca. 25 koepfigen, rein amerikanischen „Gemeinde" erleben, die schon Stunden vor Beginn des eigentlichen Spiels, mit einem herzhaften Barbecue und dem ein oder anderen Kaltgetränk, den Superbowl Sunday fröhlich begonnen hatten. Es war eigentlich so wie man sich das vorstellt, 2 große Fernseher, der überdimensionale Grill im Garten und genug Getränke für alle, dazu natürlich die beiden Fangruppen die sich im laufe des Spieles immer mehr „anfreundeten" und mit „netten" Gesten und Worten übertrafen :-) Alles verlief aber sehr friedlich und so wurde am Ende des Abends jeweils artig zu dem guten Spiel gratuliert und den wichtigeren Dinge des Lebens, nämlich weiter Essen & Trinken Beachtung geschenkt. Hach ja, dass ist Amerika pur.

Friday, February 02, 2007

Seit spätestens dieser Woche,...

...gibt es in den Staaten nur noch ein Thema, den Superbowl XLI. An diesem Sonntag ist es endlich soweit und dann treffen die Indianapolis Colts auf die Chicago Bears, um in Miami, den Meister der Nordamerikanischen Football League (NFL) zu krönen. Was für uns als Fussballnation wahrscheinlich das WM- Finale ist, ist für die Amerikaner eben der Superbowl. Einziger Unterschied, er findet jedes Jahr statt. Was aber natürlich keinen daran hindert, den Gewinner dieser Partie auch gleichzeitig als World Champion zu bezeichnen. Na ja, man ist hier drüben eben wie immer in Bescheidenheit geübt. In jedem Fall rechnet man am Sonntag damit, dass sich mehr als 80 Millionen Menschen das Spektakel im Fernsehen anschauen werden und das nur in den USA. Der Grossevent ist natürlich schon seit Monaten ausverkauft und wer doch noch unbedingt Live beim Spiel dabei sein möchte, sollte eine mindestens 4- stellige!!! Summe an Dollar in die Hand nehmen, um so zumindest einen der billigsten Plätze im Oberrang zu bekommen. Man kann sich dementsprechend dann natürlich auch vorstellen, wie teuer die Hotel- und Restaurantpreise in dieser Woche in Miami aussehen werden, was ja auch sonst schon alles andere als eine der preiswerteren Städte der USA ist. Ach ja, neben dem Sport darf natürlich auch die Show nicht zu kurz kommen und so wurde die Halbzeitpause des Superbowls erst einmal, von normalerweise 15 Min. auf 45 Min. verlängert. Um so zum einen Stars wie u.a. Prince ihren Auftritt zu können und natürlich auch zum anderen der Werbewelt gerecht zu werden. Denn wann verkauft man sonst nochmals Werbesekunden im Fernsehen zu Millionen- Preisen?! Ich für meinen Teil, werde am Sonntag sicherlich zu einer der diversen Super- Bowl Partys hier in Orlando gehen und gemeinsam mit den Amis mal ihren persönlich „schönsten Feiertag" (der der Männerwelt in jedem Fall) verleben…und alles nur wg. einem ovalen Ei…