Dirk in Orlando

Wednesday, August 23, 2006

Zwischenstopp Paradies...

...Viele liebe Gruesse von hoher See. Nach einem etwas regnerischen Auftakt in Miami befinden wir uns nun nach 2 wunderbaren Tagen auf den Bahamas, auf dem Weg nach Key West. Die Kreuzfahrt ist bisher ein unvergessliches Erlebnis und ich bin mir sicher, dass auch die restlichen beiden Tage so weitergehen. Sonnengebraeunt, voll gefuttert (ja Mama, wir bekommen genug zu essen :-) ) und von zahlreichen schoenen Eindruecken gepraegt, geht es uns sehr gut. Ausfuehrliches dann natuerlich nach unserer Rueckkehr am WE. Viele liebe Gruesse nach Dtl. von der Majesty of the Seas...M+D

Thursday, August 17, 2006

Oh oh, es ist…

...wieder soweit. 4 Wochen sind wieder um und ich muss mich nun erneut der bisher groessten Gefahr hier drueben stellen, dem Gang zum Friseur. Zugegeben, vielleicht bin ich doch ein wenig mehr „eigen" als andere Vertreter meines Geschlechts, was das Thema Haare betrifft. Aber was hier beim Frisuer ablaeuft, laesst einen nun nicht gerade ruhiger an die Sache rangehen. Denn die erste Frage bei Maennern scheint hier nicht zu sein was gemacht werden soll, sondern wie gross der Aufsatz auf der Scheermaschine sein soll bzw. ob ueberhaupt einer genommen werden soll. Hallo?! Ich will doch nicht zur Armee! Wenn man sich dann also „widersetzt" und sagt, dass eine Schere reicht, wird das hier zumeist nur als „Cleaning" angesehen. Was soviel bedeutet, als das die jeweiligen Verantwortlichen dann meist nur daran gehen, an einigen Stellen etwas abzuschneiden. Super, quasi einmal Spitzen schneiden bitte. Nach einem weiteren Veto meinerseits also und der Aussage, dass vielleicht doch ein wenig mehr ab koennte, wovon der Haarkuenstler natuerlich richtig begeistert ist (Quasi Art Freifahrtschein), geht es dann also wieder weiter. Und nun folgt der schwierige Teil der Geschichte, denn nach diesem bereits eingespielten ersten Ritual, weiss man naemlich zumeist nie, wie sein Haarschnitt heute enden wird…Erklaer hier erstmal einem in Englisch auf die Schnelle, dass du an versch. Bereichen des Kopfes versch. Laengen der Haare haben moechtest?! Ja ne, is klar…Bei den letzten Malen habe ich dann schon immer recht frueh gesagt, dass es genug ist. Wahrscheinlich eher aus Angst, als daher, dass sie wirklich schon fertig waren. Aber gut, damit muss man dann wohl leben. In jedem Fall bin ich von den Leuten hier, die in den hier ansaessigen Friseurlaeden arbeiten noch nicht so wirklich ueberzeugt. To be continued…

Monday, August 14, 2006

Um 6 Uhr morgens…

...an einem Samstag aufzustehen steht normalerweise, es sei denn es ist fuer Basketball, eigentlich fast gleichbedeutend mit schlechter Laune. Nicht so vergangenes Wochenende, denn es ging zum Scalloping. Ein Event das einmal jaehrlich von einem schwedischen Siemens Mitarbeiter hier organisiert wird und wo Kollegen, Freunde und Familien herzlich willkommen waren. Gemeinsam mit ca. 20 anderen ging es auf nach Homosassa, einem Ort an der Westkueste Floridas, wo die Kapitaene unserer Boote schon auf uns warteten. Endstation der Reise war dann der Golf von Mexiko, wo es also daran gehen sollte unser Abendbrot, die Scallops, selbst zu fangen. Scallops, zu dt. Kammmuscheln, sind hier zu Lande ein beliebtes Gericht bei Leuten, die Geschmack an Seafood gefunden haben. Bewaffnet mit Schnorchelset, Flossen und Netz also schnell ab in die Fluten und los ging das muntere Sammeln. Was sich anfangs aber alles andere als einfach herausstellte. Zugegeben, ich hatte mir vorgestellt, dass die Muscheln zu hunderten auf dem Boden liegen und ich sie einfach blos aufsammeln muss. Weit gefehlt, denn versteckt in 1 bis 3 Metern Tiefe, zwischen Seegraesern, war es gar nicht so einfach sie zu finden. Zumal sie auch nicht zu hunderten, sondern meist allein und auch farblich gut an die Umwelt angepasst daher kamen. Des Weiteren leben die Kammmuscheln ja auch noch und versuchen dementsprechend dem „Angreifer“ zu entkommen. Was bedeutete, dass sie entweder versuchten weg zu schwimmen oder durch auf-/und zuschnappen den ein oder anderen Finger zu erwischen. In jedem Fall eine lustige Geschichte, denn selbst eingesammelt und im Netz gelagert, gaben sie nicht wirklich Ruhe und wenn das Netz dann mal zu nah am Koerper mit schwamm, war ein kleines Zwicken fast garantiert. Nach und nach kamen dann aber alle besser mit den Bedingungen klar und so standen fuer unsere Gruppe am Endes des Tages, neben gefuehlten 60 Liter geschlucktem Salzwasser, vom Wasser aufgeweichter Haut und der ein oder anderen „Jagdverletzung“, ca. 40 Pfund Muscheln als Ergebnis zu Buche. Diese Muscheln wurden dann vom Veranstalterpersonal sauber gemacht und vorbereitet, so das wir sie dann am Abend, wieder daheim und ausgeruht in gemeinsamer Runde geniessen konnten. In div. Varianten sehr lecker zubereitet, waren die Scallops echt ein Genuss und der Beginn eines schoenen Abends, wo in lustiger Gesellschaft dann noch mal der Tag ausgewertet und die ein oder andere Begegnung der anderen Art belaechet wurde. Zusammengefasst kann ich also nur sagen, dass dieser Tag rund um die Scallops in jedem Fall ein sehr schoenes Erlebnis war und die schlechte Laune ueberhaupt keine Chance hatte. Vielen Dank an Bjorn & Diane (Organisator/Host).

Friday, August 11, 2006

Das etwas andere Arbeiten...

...steht heute hier im Buero an. Denn heute ist hier am Standort offizieller "Cleaning Day". Kein Scherz! Alle Mitarbeiter sind in einer offiziellen Mail darueber informiert worden, dass man heute nicht arbeiten sondern sich mit dem aufraeumen des eigenen Cubicles/Bueros beschaeftigen soll. Das heisst u.a. : Ablage machen, alte Order aussortieren/archivieren und sauber machen. Das Beste daran aber, worueber sich glaube alle am meisten gefreut haben, man darf in Jeans kommen. Die Flip Flops leider, durften nicht angezogen werden. In dem Sinne werde ich mir jetzt mal mein Kopftuch aufsetzen und durchs Buero wirbeln. Wuensche ein angenehmes Wochenende.

Thursday, August 10, 2006

Invasion der Berliner…

…hier in Orlando. Na ja in jedem Fall kurzfristig, denn seit Montag sind Jessica, eine Freundin mit der ich bei Siemens zusammen die schulische Ausbildung gemacht habe und ihre Freundin Katja aus Berlin zu Besuch. Die beiden befinden sich auf einem Rundtrip durch die USA und haben nach Miami jetzt hier in Orlando halt gemacht. Neben Relaxen, Shopping und Vergnuegungsparks, steht natuerlich auch ein bisschen Ausgehen auf dem Programm und von daher waren wir gestern Abend als kleinere Gruppe in Downtown Orlando. Im Latitudes, einem Club mit Bars und div. Tanzflaechen (eine sogar auf dem Dach, sehr angenehm), wurde gelacht, die Vorzuege von 1 Dollar Drinks genossen und froehlich getanzt. Und das bis zum Ladenschluss. Keine Angst, ich bin dann nicht direkt weiter zur Arbeit, denn das Nachtleben endet ja hier bereits schon um 2.00 Uhr morgens. Das eigenartige daran ist aber vielmehr, dass trotzdem nicht frueher weggegangen wird, denn die meisten Clubs fuellen sich meist erst so gegen 23.30 Uhr! Bedeutet also einfach, schneller trinken! Na dann, Prost :)

Friday, August 04, 2006

Nachdem ja jetzt…

…mittlerweile bereits ueber 3 Monate meiner Zeit hier vergangen sind und ich damit die Aussage einiger meiner Vorgaenger im Informationsjahr, dass die Zeit wie im Fluge vergeht, nur bestaetigen kann, ist es denke ich an der Zeit mal ein bisschen Zwischenbilanz zu ziehen. Erst einmal ist zu sagen, dass ich mich sehr wohl fuehle hier drueben und froh/dankbar bin, dass mir die Firma die Moeglichkeit fuer das alles hier gegeben hat. Es ist halt wirklich was voellig anderes in einem fremden Land zu leben bzw. zu arbeiten, als es nur fuer ein paar Wochen urlaubstechnisch zu besuchen. Sicher, es gibt hier und da einige Unterschiede an die man sich erstmal gewoehnen muss/musste, sei es nun im Arbeits-/ als auch im Privatleben, aber das gehoert ja dazu und ansonsten waere es ja auch nur halb so spannend. Von Orlando als neuen Wohnort selbst bin ich in jedem Fall sehr angenehm ueberrascht, denn es gibt hier zu meiner Freude viel mehr als nur die bekannten Erlebnis- und Veregnuegungsparks. Orlando als Stadt ist noch nicht wirklich alt, hat aber trotzdem schon ein wenig eigenes Flair. Denn neben Disneyworld und Co., welche natuerlich auch sehenswert sind, gibt es z.B. schoene gemuetliche Viertel zum ausgehen, relaxen oder bummeln rund um die Seen der Stadt angelegt oder es geht Richtung Downtown, wo es umso spaeter der Abend wird, immer bunter wird. Fuer jeden also was dabei denke ich. Das einzige was halt ein wenig fehlt ist die direkte Strandnaehe, aber na ja 1 Std. Fahrt sind ja keine Welt, zumal man sich hier sowieso schnell an die unglaubliche Weitlaeufigkeit der einzelnen Grossstaedte und von daher auch an das Autofahren gewoehnt. Ohne Auto ist man hier definitiv aufgeschmissen, denn oeffentliche Verkehrsanbindungen gibt es hier bis auf ein schwach ausgebautes Busnetz nicht wirklich. Der Arbeitsweg in jedem Fall, ist ja mit 15 Minuten Autofahrt voellig entspannend, gerade wenn ich da so an die 1,5 Std. Berlin - Braunschweig zurueckdenke. Auf Arbeit selbst laeuft es nun nach der Eingewoehnungszeit auch besser und es gibt mehr zu tun. Es ist ja fuer mich hier nicht nur ein neuer Job sondern auch ein neuer Bereich von Siemens in dem ich arbeite und daher wird es sicher nicht langweilig werden. Die Kollegen sind zumeist wirklich sehr nett und freundlich. Das und ein hilfsbereiter und fairer Chef, was sehr wichtig ist, machen das Arbeiten hier bisher also sehr angenehm. In einigen Aspekten merkt man die Unterschiede zu Deutschland schon aber da Siemens ja doch eine grosse Weltfirma ist, wo viel von anderen Laendern uebernommen wird, haelt sich das in Grenzen. Mit dem Englisch Sprechen an sich, geht es immer besser. Die 3 Wochen Einzeltraining in Dtl. hatten mir ja bereits sehr geholfen, dass seit der Schulzeit vergessene, wieder bissel hervor zu kramen und da ich hier tagsueber auf Arbeit eig. fast nur English spreche, bis auf paar Telefonate zu Kollegen nach Dtl., fuehle ich mich auch selbst immer sicherer. In der Freizeit hingegen mache ich meistens was mit dt. Siemens Kollegen, die hier leben/arbeiten. Denn der "normale Ami" macht eben nach der Arbeit lieber jeder seins und eher selten was mit Kollegen. Finde ich persoenlich halt auch ein wenig schade, da ich halt so nicht ganz soviel Kontakt zu Einheimischen habe wie ich vielleicht gern haette, aber so ist das eben. Und ein wenig Zeit ist ja nun ja auch noch. Das eigentliche Freizeitangebot Orlandos als auch das im Rest Floridas selbst ist riesig und von daher gibt es sicher auch weiterhin noch viel zu sehen/erleben. Der Sport kommt auch nicht zu kurz und somit gibt es nix zu beklagen. Das einzige was fuer nen Bewohner Floridas unueblich ist, ich habe nicht wirklich Interesse an Golf und das obwohl das hier wirklich fast jeder als Hobby hat, egal als ob atl oder jung. Mal schaun ob sich das noch aendert und ich am Ende des Jahres noch zum Tiger Woods mutiere, aber ich glaube es eher nicht. Essenstechnisch kann ich die Befuerchtungen vom Fast Food Wahn wirklich nur teilen, was die USA angeht. Nirgends ist man vor Fast Food sicher und ich verstehe 100%, warum viele der Amis so dick sind. Ich meine man wird ueberall verleitet, egal ob Supermaerkte, Restaurants oder andere Sachen. Aber ich versuche dem ganzen Paroli zu bieten und relativ viel Salat, Fisch und Huehnchen zu essen, denn das ist auch neben dem Gesunden ganz lecker. Habe sogar eine neue Liebe: Schrimps, Yammi. Tagsueber ist dabei auch der Vorteil, dass man nicht zuviel ist, weil es ja so warm ist. 30 Grad (90 F) sind hier eig. meistens und das ist auch voellig in Ordnung, fuer mich als bekennenden Anti-Winter-Menschen. Viel Sonne und ab und zu mal Schauer, die dann aber recht schnell wieder vorbei gehen, prima. Das schlimme und anstrengende ist eher die hohe Luftfeuchtigkeit. Die hat in den letzten Wochen stark zugenommen und erreicht jetzt im August ihre Hoechstwerte. Man muss es sich vielleicht so vorstellen, als ob man abends um 8.00 Uhr !!! die Treppen zum Appartement raufsteigt und sich so fuelht, als ob man einen Berg besteigt, sowohl vom Schweiss als auch der Belastung her. Damit musste ich wirklich erstmal klarkommen und auch die Leute die mich hier besuchen. Und damit abschliessend zu einem Punkt der mich sehr freut, denn es ist sehr schoen, dass sowohl Michi als auch meine Eltern jetzt schon hier sind/waren und wir z.B. letzte Woche auch die Gelegenheit hatten, zusammen Urlaub in New York machen zu koennen. Weitere freie Tage Ende August sind in Planung und auch die naechsten Freunde haben sich bereits angemeldet. Oftmals also eine Zeit lang bekannte Gesichter um einen herum, was den Aufenthalt hier umso schoener macht und das moegliche Heimweh nach Dtl. erfolgreich bekaempft...Liebe Gruesse und bis demnaechst, Dirk

Wednesday, August 02, 2006

Ein Trip nach...

...New York war für mich Bedingung, als ich meinen Amerika-Aufenthalt plante. Allerdings hätte ich es mir nie träumen lassen, wie beeindruckend und vielfältig dieser Big Apple ist. Es treffen Menschen aus so unterschiedlichen Schichten aufeinander und es ist ganz normal. Man sieht Obdachlose, die vor super teuren Geschäften schlafen und "5th Avenue Prinzessinnen", die mit erhobener Nase dran vorbei laufen. Es ist halt eine andere bunte Welt. Ich war fasziniert von der Skyline, den Menschenmassen, wo manchmal kaum ein Durchkommen war, und den Möglichkeiten die die Stadt bietet, um seine Freizeit zu gestalten. Neben Sightseeing und Museumsbesuchen durften natürlich ausführliche Shopping-Touren nicht fehlen. Ich werde noch einige Zeit brauchen, um wirklich zu realisieren, was ich alles gesehen und erlebt habe. Big Apple - ich komme wieder!!! / MW

Um New York zu…

…erleben, mitzubekommen wie diese Stadt „tickt“ und was so speziell an ihr ist, braucht es mit Sicherheit mehr als 2 Tage, die ich letztes Jahr kurz dort war und sicher auch viel laenger als nun die vergangene Woche. Aber eines konnte ich jedes Mal feststellen, diese Metropole ist schon etwas besonderes. Ich glaube wirklich realisieren, dass man kurzzeitig ein Teil des Ganzen war, tut man es als Besucher erst, wenn man wieder auf dem Heimweg ist. Denn viel zu schnell und fast automatisch wird man in den Sog des Big Apples gezogen. Es blieb kaum Zeit um mal kurz einzuhalten und etwas zu verarbeiten oder den Moment zu geniessen, denn der naechste Eindruck raste schon wieder auf einen hernieder. Nirgends hab ich z.B. bisher Armut und Reichtum so dicht nebeneinander gesehen, nirgends soviel unterschiedliche Menschen dieselbe Strasse laufen sehen und wahrscheinlich auch nirgends so eine Anonymitaet verspuert. Das meiner Meinung nach treffende Zitat „Amerika ist ein sauberer Vorort von New York“ bescheinigt dieser Stadt ihre Eigendynamik und „Groesse“ daher nur allzu gut. Als Bewohner Berlins wusste ich ja was das Grossstadtleben so alles mit sich bringt, aber dort ist halt alles mindestens eine Nummer groesser, zumal man ja auch bedenken muss, dass ich die meiste Zeit eigentlich nur in Manhattan, also nur einem der Stadtteile New Yorks war. Von daher bin ich jetzt schon mal gespannt, welche Eindruecke sich mir bieten, wenn ich voraussichtlich zum Jahreswechsel das naechste Mal in diese andere „Welt“ eintauche. / DE